Wer sich mit Rolex beschäftigt, stößt schnell auf eine eigene Sprache: Da wird eine „Pepsi" gesucht, eine „Hulk" verkauft und über die „Batgirl" diskutiert. Offiziell verwendet Rolex keinen dieser Namen — sie stammen aus der Sammlerszene und beschreiben meist Farben oder Geschichten. Für Käufer sind sie trotzdem nützlich, denn hinter jedem Spitznamen steckt eine ganz bestimmte Referenz. Hier die wichtigsten im Überblick.
GMT-Master: die Lünetten-Farben
- „Pepsi": rot-blaue Lünette, benannt nach den Farben der Getränkemarke. Klassisch bei der GMT-Master und GMT-Master II, zum Beispiel 16710 und die aktuelle 126710BLRO.
- „Batman": schwarz-blaue Lünette, eingeführt mit der 116710BLNR, heute als 126710BLNR.
- „Batgirl": dieselbe schwarz-blaue Uhr, aber am Jubilé-Band statt am Oyster-Band.
- „Coke": rot-schwarze Lünette, etwa als Variante der 16710.
- „Root Beer": braun-goldene Lünette, bei Vintage-Modellen und heute bei der 126711CHNR in Stahl und Everose-Gold.
- „Sprite": grün-schwarze Lünette mit Krone auf der linken Seite, die 126720VTNR.
Submariner: Grüntöne und Blau
- „Kermit": grüne Aluminium-Lünette, schwarzes Zifferblatt — die 16610LV zum 50. Jubiläum der Submariner.
- „Hulk": grüne Keramik-Lünette und grünes Zifferblatt, die 116610LV.
- „Starbucks" oder „Cermit": grüne Keramik-Lünette mit schwarzem Zifferblatt, die aktuelle 126610LV.
- „Smurf": blaue Lünette und blaues Zifferblatt in Weißgold, die 116619LB.
- „Bluesy": Stahl und Gelbgold mit Blau, etwa 116613LB und 126613LB.
- „James Bond": die frühe Submariner 6538 mit großer Krone, die Sean Connery im ersten Bond-Film trug.
Daytona: Zifferblätter mit Geschichte
- „Paul Newman": Vintage-Daytonas mit „exotischem" Zifferblatt im Art-déco-Stil, benannt nach dem Schauspieler, der eine solche Uhr trug. Die berühmtesten Daytonas überhaupt.
- „Panda": weißes Zifferblatt mit schwarzen Hilfszifferblättern — bei der aktuellen Stahl-Daytona mit weißem Blatt so genannt.
- „Reverse Panda": umgekehrt, schwarzes Zifferblatt mit hellen Hilfszifferblättern.
- „John Mayer": die Gelbgold-Daytona 116508 mit grünem Zifferblatt, bekannt geworden durch den Musiker.
Datejust, Oyster Perpetual und Explorer
- „Wimbledon": Datejust mit schiefergrauem Zifferblatt und grünen römischen Ziffern — in den Farben des Tennisturniers, das Rolex seit Jahrzehnten begleitet. Etwa als 126334 oder 126300.
- „Tiffany": Oyster Perpetual mit türkisem Zifferblatt, wie die 124300 — benannt nach dem Farbton des New Yorker Juweliers.
- „Polar": Explorer II mit weißem Zifferblatt, etwa 16570 und 216570.
- „Steve McQueen" oder „Freccione": die Vintage-Explorer II 1655 mit orangefarbenem Pfeilzeiger. Den ersten Namen trägt sie, obwohl der Schauspieler sie wohl nie getragen hat.
Sea-Dweller und Day-Date
- „Double Red": frühe Sea-Dweller 1665 mit zwei roten Schriftzeilen auf dem Zifferblatt.
- „President": die Day-Date am gleichnamigen Präsidentenband — das Band gab der ganzen Uhr den Namen.
Warum die Spitznamen beim Kauf helfen — und wo Vorsicht gilt
Spitznamen sind eine praktische Abkürzung, aber keine exakte Bezeichnung. „Pepsi" kann eine Vintage-GMT von 1970 oder eine aktuelle Keramik-GMT meinen — zwei völlig verschiedene Uhren, mit anderem Werk, Glas und Preisniveau. Suchen und vergleichen Sie deshalb immer über die Referenznummer. Und seien Sie misstrauisch, wenn ein Inserat nur mit dem Spitznamen wirbt, die Referenz aber offenlässt. Auf Bestwrist finden Sie alle genannten Modelle über ihre Modellseiten — bei verifizierten Händlern, mit Treuhand-Zahlung und Käuferschutz.